Buecherei
Lockdown Lebensmittel
Nachhilfe
Start Up Hilfe
Essen 
Sachspenden
Weiterbildungen

Mehr zu den jeweiligen Punkten erfahrt Ihr weiter unten auf dieser Seite.

Buecherei


Am 02. September haben wir eine Bücherei in Imizamo Yethu eröffnet. An 2 Morgen pro Woche können sich die Bewohner kostenlos Bücher ausleihen. Wir haben Bücher aus allen Genres – Kinder, Teenager, Erwachsene, Romane, Sachbücher und und und. Wir haben einen „library assistant“ aus der Community eingestellt, Bücher gesammelt, Regale aufgebaut usw. Bei großer Nachfrage werden wir die Öffnungszeiten erweitern. Bildung ist der einzige Ausweg aus dem Township und Bildung beginnt mit der Fähigkeit zu lesen. Zudem bietet die Bücherei zu ihren Öffnungszeiten einen sicheren Ort insbesondere für Kinder, an dem sie einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen können.

Lockdown Lebensmittel

Ubuntu Charity e.V. stellt Township in Südafrika bis dato 80 Tonnen Lebensmittel während des Lockdowns zur Verfügung 

Da wegen des Lockdowns alle normalen Aktivitäten des Vereins pausieren müssen beschloss Silke Rylands Menschen in Not mit Lebensmitteln zu helfen. Sie hat einen Lieferanten gefunden, der normalerweise Restaurants mit unverderblichen Lebensmitteln beliefert. Dort kann der Verein zu günstigen Preisen große Mengen Maismehl, Reis, Bohnen und Nudeln einkaufen. Mittlerweile fährt Silke Rylands jede Woche nach Philippi, einen Stadtteil am Rande Kapstadts der für seine Landwirtschaft bekannt ist. Viele der kleineren Farmen haben Probleme ihre frischen Produkte zu verkaufen, da ihre Abnehmer weggefallen sind. Somit helfen wir auch dem Farmer vor Ort sein Geschäft weiter führen zu können. Zudem sind die Preise dort wesentlich günstiger als im Supermarkt und Gemüse und Früchte sind in den nötigen Mengen verfügbar. 

 

Zunächst hat die Polizei SAPS Lebensmittel verteilt, die Ubuntu Charity zur Verfügung gestellt hat. Sie haben zu Menschen nach Hause geliefert, an Altenheime, Kinderheime und Kirchen. Da die Polizei aber nun das Gesundheitsministeriums zu Covid Screenings begleitet konnten sie die Verteilung nicht weiter übernehmen. Zwischenzeitlich hatte Silke Rylands aber eine Sondergenehmigung vom Desaster Management erhalten, um selbst Lebensmittellieferungen vornehmen zu dürfen. 

Somit begann das Ubuntu Team Lebensmittelpakete zu packen und an die Bewohner von Imizamo Yethu zu verteilen. Die ersten Tage waren trotz Polizei und privaten Sicherheitsleuten vor Ort chaotisch. Obwohl nur 30 Leuten Bescheid gesagt wurde standen dort knapp 2.000 Menschen, um etwas zu Essen zu bekommen. Silke Rylands sagt da sei auch ihr etwas mulmig geworden und selbstverständlich sei es nicht Sinn der Sache wahrend einer Pandemie Menschenmassen zu kreieren. Nun hat der Verein ein gut funktionierendes System: Silke Rylands druckt jede Woche nummerierte Tickets und verschiedene Helfer aus der Community geben diese an Menschen aus, die dringend Lebensmittel benötigen. Es gibt auch ein System, damit nicht immer die gleichen etwas bekommen und andere nichts. So werden Menschenmassen vermieden, es kommen mittlerweile nur noch die Menschen, die ein Ticket haben und diese stehen in einer Schlange und halten Abstand zueinander. Jedes Lebensmittelpaket enthält Maismehl, Nudeln, Gemüse und Früchte. Es kann für eine tägliche Mahlzeit für eine Woche für eine Familie von 4 sorgen. Und das für umgerechnet ca. 5 EUR. 

Um die Lebensmittelversorgung weiter führen zu können ist Ubuntu Charity dringend auf Spenden angewiesen. 
Wer sich beteiligen möchte kann dies sehr gern tun.

Bankverbindung: Name: Ubuntu Charity e.V., Kreissparkasse Heilbronn, IBAN: DE 91 6205 0000 0000 5439 80

NACHHILFE

Im Februar 2020 haben wir unser Ubuntu Charity e.V. Tuition Program gestartet. 50 Kinder, jeweils 10 aus den Klassenstufen 1-4 nehmen daran teil. Wir haben 4 Klassen mit je gut 10 Kindern. Jede Klasse hat 2 x pro Woche Unterricht und 1 x pro Woche einen „Activity“ Nachmittag. Wir haben noch leichte Startschwierigkeiten, da z.B. viele Eltern auf den angegebenen Handynummern nicht erreichbar sind. Der Raum, in dem wir die Nachhilfe abhalten, ist leider auch suboptimal: Bei den ersten Stunden hatte es in dem Raum über 40 Grad (es ist ein Container, der in der prallen Sonne steht). Der Raum befindet sich an einer recht belebten Kreuzung, was natürlich zu Lärm und Ablenkung führt und es gibt keinerlei Außenbereich. Aber da wir mit den begrenzten finanziellen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, arbeiten müssen, ist es besser so es in dieser Form abzuhalten als gar nicht. Die Kinder tun sich schwer still zu sitzen, sich zu konzentrieren und man kann schon jetzt Lerndefizite feststellen. Trotzdem merkt man, dass sie gerne kommen. Also liegt ein ganzes Stück Arbeit vor uns. Bildung ist gerade in diesem Umfeld ungeheuer wichtig, da die Kinder sonst keine Zukunftschancen haben. Viele von ihnen sprechen kaum Englisch, geschweige denn schreiben. Zudem lernen die Kinder Beschaeftigungen kennen, mit denen sie sonst nie in Beruehrung kommen wuerden. Und wenn es so etwas Simples und fuer uns Normales ist wie mit Lego etwas zu bauen. Ausserdem wuerden die Kinder sonst (im Normalfall unbeaufsichtigt) auf der Strasse herum rennen, wo Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und Gewalt den Alltag bestimmen. Bilder der Nachhilfe gibt es in der Galerie.

START UP HILFE

Hilfe zur Selbsthilfe ist die Devise. Nachhaltigkeit. Empowerment. Wir möchten die Menschen nicht von uns oder anderen Spenden abhängig machen, sondern dafür sorgen, dass sie sich und ihre Familien selbst versorgen können. Leute mit guter Geschäftsidee, aber fehlendem Startkapital, konnten sich bewerben. Wir haben kein Bargeld ausgehändigt, sondern Rechnungen bezahlt oder waren mit beim Einkauf von Gütern. Männern und Frauen aus dem Township haben wir im Zuge dessen schon geholfen ihre eigene kleine Unternehmung zu starten.

Beispiele: Xola bekam eine Musikanlage, die er nun verleihen kann. Thoko bekam Hühner, die sich geschlachtet und verkauft hat. Vom Verdienst lebt sie und legt einen Teil zur Seite, um neue Hühner zu kaufen. Noxolo arbeitet nun als Schneiderin, nachdem wir ihr eine Nähmaschine und Stoffe zur Verfügung gestellt haben.

ESSEN

Wir kochen jede Woche 150 Portionen Essen und geben diese im Township Imizamo Yethu überwiegend an Kinder aus. Meistens ist es eine Suppe, die über 20 kg frisches Gemüse enthält, plus 2 Scheiben Vollkornbrot.  Anschließend gibt‘s auch immer eine kleine Süßigkeit oder Obst. Kosten pro Woche ca. 1.600 Rand (ca. 100 EUR). Das bedeutet mit nur umgerechnet ca. 0,70 EUR kann man schon dafür sorgen, dass ein Kind eine warme, nahrhafte Mahlzeit erhält. 

SACHSPENDEN

Wir sammeln im Bekanntenkreis in Südafrika Spenden und geben diese aus. Des Weiteren erhalten wir relativ regelmäßig Sachspenden über die Facebook Gruppe “Platz im Koffer” von deutschen Urlaubern. Wir packen Pakete pro Kind. Eine ”willkürliche” Ausgabe auf offener Straße im Township würde Chaos kreieren. Deshalb laden wir die dementsprechenden Kinder / Mütter ein und überreichen die Sachspenden. Die Pakete beinhalten u.A. Kleidung, Spielzeug, Decken und Hygieneartikel. Ein Versand aus Deutschland lohnt sich grds. finanziell und organisatorisch nicht. Eine Möglichkeit wäre es bei südafrikanischen Online Shops zu bestellen und an mich liefern zu lassen. Bsp. www.pnp.co.za (Lebensmittel), www.jet-online.co.za (Kleidung), www.makro.co.za (Großhandel). Dies hilft auch um die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Unser Fokus liegt jedoch nicht auf Sachspenden, sondern wir moechten zunehmend nachhaltigere Ziele verfolgen, die den Mneschen langfristig helfen - "Hilfe zur Selbsthilfe" durch Bildung und andere Angebote.

WEITERBILDUNGEN 

Natürlich ist es am besten, wenn die Menschen sich und ihre Familien selbst versorgen können. Deshalb habe ich für 5 ausgewählte, arbeitslose Frauen aus dem Township ein 4-woechiges Nanny Training organisiert und gezahlt. Ich hatte eine schriftliche Vereinbarung mit ihnen, um gewisse Eckpunkte zu klären und deren Ernsthaftigkeit zu prüfen. Am Ende im April 2019 erhielten sie ein Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss. Anschließend habe ich, nach Absprache, die Registrierung bei Nanny Vermittlungsagenturen für die Frauen vorgenommen. Drei der Frauen haben bereits einen Job gefunden. Sehr, sehr viele Menschen hier haben keinerlei Ausbildung oder jegliche Qualifikation. Mit einem Zertifikat wie diesem sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wesentlich besser. Weitere Möglichkeiten wären im Hotel/Gastronomiebereich, da Kapstadt viele Touristen beherbergt. Gaertnerkurse. Führerschein. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Neues Projekt "EduCare Centre"

Wir möchten ein EduCare Centre eröffnen, in dem Nachhilfe und Freizeitaktivitäten angeboten werden sollen. Zudem können dort Veranstaltungen wie Job Trainings, Schulungen oder unser jährliches Christmas in a box stattfinden. In einem zweiten Schritt evtl. auch eine Kindertagesstätte.